Berliner Kolloquium zum Datenrecht


In der digitalen Ökonomie sind Daten zentraler Wertschöpfungsfaktor sowie Grundlage neuartiger, innovativer Geschäftsmodelle. Die Verarbeitung von Daten bedingen erhebliche (Innovations-) Chancen und gehen einher mit rechtlich relevanten Risikolage. Dabei enden die rechtlichen Herausforderungen keinesfalls beim Datenschutz. In Ansehung der ökonomischen Relevanz gerade auch nicht-personenbezogenen Daten stellen sich wegweisende (Grundsatz-)Fragen. Internet of Things (IoT)-Geräte (z.B. selbstfahrende Autos, Wearables oder Industriemaschinen) erheben, speichern und analysieren mittels Sensoren Daten in großem Umfang automatisiert. Damit sind Rechtsfragen im Daten-, Vertrags- und Wettbewerbsrecht angesprochen, die in besonderem Maße einen nachhaltigen Diskurs innerhalb der und durch die Rechtswissenschaft erfordern.

 

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Das „Berliner Kolloquium zum Datenrecht“ richtet sich an Doktorand:innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum in allen Phasen ihres Promotionsvorhabens sowie an Praxis- und Politikvertreter:innen mit Bezug zu datenrechtlichen Fragestellungen. Übergreifendes Ziel der Veranstaltung ist es, den Austausch innerhalb der Wissenschaft sowie zwischen Wissenschaft und Praxis über das Datenrecht zu fördern und zu vertiefen sowie zur Vernetzung zwischen und innerhalb der angesprochenen Zielgruppen beizutragen. Den Doktorand:innen wird eine Plattform gegeben, ihre Forschungsthemen einschließlich ihrer Thesen und Vorschläge einem größeren, fachkundigen Publikum vor- und sodann zur Diskussion zu stellen. Eingerahmt und begleitet werden die Fachvorträge durch Impulse von Vertreter:innen aus Politik sowie anwaltlicher und behördlicher Praxis. Der sich anschließende Austausch zwischen Wissenschaftler:innen, Praxis- und Politikvertreter:innen im Anschluss an die jeweiligen Vorträge soll nicht nur den vortragenden Doktorand:innen wertvolle Rückmeldung(en) und unter Umständen neue Forschungsideen und -erkenntnisse vermitteln, sondern auch den übrigen Teilnehmenden tiefere thematische Einblicke und Querverweise geben und Räume zu einer nachhaltigen Vernetzung eröffnen.

Doktorand:innen mit einem Promotionsvorhaben im Bereich des Datenrechts sind herzlich eingeladen, ihre Themenvorschläge für die ca. 20-minütigen Präsentationen und anschließende Diskussion bis zum 15. Februar 2023 bei den Veranstalter:innen auf elektronischem Wege (datenrecht@uni-leipzig.de) einzureichen. Der Bewerbung sind folgende Dokumente beizufügen

  • Thema und kurzer Problemaufriss (ca. 1 Seite)

  • aktueller Kurzlebenslauf

  • ggf. Publikationsverzeichnis

Die Themen für die Präsentationen werden von den Veranstalter:innen auf Grundlage der eingegangenen Vorschläge ausgewählt.

Zur Teilnahme am Berliner Kolloquium herzlich eingeladen sind auch Doktorand:innen, die sich nicht mit einem Vortrag beteiligen möchte. Weitere Informationen zu den Anmelde- und Teilnahmemodalitäten werden zeitnah veröffentlicht.

Prof. Dr. Moritz Hennemann, Universität Passau

JProf. Dr. Lea Katharina Kumkar, Universität Trier

Prof. Dr. Boris P. Paal, Universität Leipzig